Red Pitaya: Aluminium Case

Als Zubehör für den Red Pitaya gibt es zwei verschiedene Gehäuse: das transparente Kunststoffgehäuse und das Aluminium Case. Letzteres soll aufgrund seiner Beschaffenheit das Board besonders gut gegen mechanische Umwelteinflüsse schützen und gegen EMV-Einstrahlung abschirmen. Auf das Aluminiumgehäuse wollen wir hier mal einen Blick werfen.

Red Pitaya Aluminium Case

Lieferumfang

Red Pitaya Aluminium Case: Lieferumfang

Red Pitaya Aluminium Case: Lieferumfang

Geliefert wird das Gehäuse in einer Verpackung im typischen Red Pitaya-Style. Enthalten sind das Gehäuse selbst, 4 Schrauben, die das Gehäuse verschließen und das Board festhalten, 4 Gummifüße für einen sicheren Stand auf dem Schreibtisch, ein Wärmeleitpad (gerade noch so auf dem Foto zu erkennen) und ein transparenter Kunststoffstab, der das Licht der roten LED (Betriebsbereit/CPU-Aktivität) an die Gehäuseoberfläche befördert.

Das Gehäuse im Detail

Eine Eigenschaft, die, stand heute, kaum irgendwo Erwähnung findet und angesichts der Wärme, die der Red Pitaya erzeugt, äußerst nützlich scheint, hat mich etwas überrascht: Das gesamte Gehäuse fungiert als Kühlkörper.

Red Pitaya Aluminium Case: Innenansicht

Red Pitaya Aluminium Case: Innenansicht

Wie auf der Innenansicht gut zu erkennen ist, befindet sich im Oberteil des Gehäuses (rechts) ein ca. 16x16x12mm großer Block (ohne die Rippen gemessen), der die Wärme an des Gehäuse weiterleiten soll. Am Unterteil gibt es passend dazu ein paar Lüftungsschlitze.

Sonst sind alle wichtigen Aussparungen, die für den Anschluss benötigt werden, vorhanden und bis auf die der Erweiterungsanschlüsse E1 und E2 auch beschriftet.

Red Pitaya Aluminium Case: VorderseiteRed Pitaya Aluminium Case: Rückseite

Durch den kleinen Schlitz auf der rechten Seite lassen sich sogar die LEDs noch erkennen – allerdings ohne Beschriftung.

Montage

Um das Gehäuse montieren zu können sind noch ein paar zusätzliche Arbeiten nötig. Zuerst werden die kleinen Plastikfüße entfernt. Das geht recht einfach, indem man mit einer kleinen Zange die Spange an der Oberseite zusammen drückt und den Fuß nach unten schiebt. Beim Kühlkörper funktioniert das ähnlich. Hier drückt man die Spangen auf der Unterseite zusammen und schiebt die Halter vorsichtig in Richtung Oberseite. Das geht etwas schwerer, da die Kunststoffnasen ein kleinwenig größer sind, als die Löcher, also Vorsicht! Der Kühlkörper ist durch die Wärmeleitpaste jetzt noch mit der CPU verklebt. Mit leichten Drehbewegungen kann er jedoch einfach abgehoben werden.

Red Pitaya: UnterseiteRed Pitaya: Kühlkörper demontiert

Als nächstes sollte die Wärmeleitpaste entfernt werden. Dafür gibt es spezielle Lösungen im Computerfachhandel. Ich verwende dafür akasa TIM clean CPU- und Kühlkörper-Reiniger. Sollte gerade nichts passendes zur Hand sein, geht sicher auch ein feuchtes Tuch mit etwas Alkohol.

Nun wird das Wärmeleitpad auf die CPU geklebt und das Board ins Gehäuse eingesetzt. Den transparenten Kunststoffstab nicht vergessen! Von unten die 4 Schrauben eindrehen, Gummifüße aufkleben, fertig.

Red Pitaya Aluminium Case

Red Pitaya im Aluminium Case

Sebastian

Sebastian

...ist staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik, Schwerpunkt Prozessautomatisierung und Energietechnik. Die Themen Automatisierung und Programmierung haben es ihm besonders angetan.
Außerdem ist er für jede technische Spielerei zu haben 😉
Sebastian

2 Comments

  1. Avatar
    Antworten Werner Karn

    Sebastian,

    Danke für die Beschreibung. Neben der CPU wird noch ein Chip von dem ursprünglichen Kühlkörper mitgekühlt;
    von dem neuen Gehäusekühlkörper jedoch nicht. Gab es deswegen Probleme ?
    Wie war die Kühlkörper- bzw. Gehäusekühlkörper Temperatur vorher zu nachher ?

    Gruß

    Werner Karn

    • Sebastian
      Antworten Sebastian

      Hallo Werner,
      auch der alte Kühlkörper hat nur die CPU gekühlt. Es liegen zwar noch zwei weitere Chips mit unter dem Kühlkörper, diese haben aber keinen Kontakt, da sie niedriger sind. Das kann man vielleicht auch auf dem Foto erkennen, wo der Kühlkörper demontiert ist, denn nur die CPU ist mit Wärmeleitpaste bestrichen.

      Hier hatte ich damals bei der ersten Inbetriebnahme die Temperaturen gemessen. Im Ergebnis waren das 62°C. Mit montiertem Gehäuse wird das Ganze gerade noch handwarm. Gemessen habe ich das aber noch nicht. Allerdings ist das auch abhängig davon, welche App verwendet wird und mir scheint, als würde das Board seit einem der letzten Updates generell weniger Hitze zu erzeugen.

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